Monatsarchiv für März 2009

»Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!«

Donnerstag, den 19. März 2009

Josef Rauch: Rickeracke

Bizarre Todesfälle auf einem Einsiedlerhof rufen den abgebrühten Privatdetektiv aus der Großstadt auf den Plan. Dieser muss erkennen: Der Täter orientiert sich an der Bildergeschichte »Max und Moritz« von Wilhelm Busch. Was wie ein Scherz begann, gewinnt nach und nach an Brutalität. Eine ungewöhnliche Kombination von Krimi und frühem Comic – die leider schließlich doch nicht zusammengeht.

Stürzen und Verbrennen

Mittwoch, den 11. März 2009

Stefan Kiesbye: Nebenan ein Mädchen

Ein Sommer Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre in einer norddeutschen Kleinstadt. Unter der blankgeschrubbten Oberfläche mit den bunten Pril-Blumen sind die Folgen des Zweiten Weltkriegs noch zu spüren. Die Menschen sind in ihrem Inneren so vernarbt wie die Landschaft, die mit Bunkern übersät ist. Unter ihnen: Moritz und seine Freunde, die nach diesem Sommer keine Kindheit mehr haben werden. So realistisch und beklemmend geschildert, dass einem die Luft wegbleibt.

Hoppeln statt Hetzen

Mittwoch, den 4. März 2009

Jørgen Gunnerud: Hatz

Der Krimi des Jahres 2007 in Norwegen, dort hoch gelobt für seinen Stil, hat auf dem Weg nach Deutschland offenbar an Eleganz eingebüßt und wankt zwischen unfreiwilliger Komik und stilistischem Steinschlag.

Ghost in schweren Ketten

Mittwoch, den 4. März 2009

Friederike Schmöe: Schweigfeinstill

Der Anfang ist vielversprechend: Mit frechem Witz und frischen Figuren startet der erste Krimi einer neuen Reihe der Autorin Friederike Schmöe. Doch leider verpuffen Selbstironie und Unkonventionalität schon bald.