Monatsarchiv für Januar 2009

»Gute Kriminalliteratur hat zu schmutzen, zu ätzen, zu spotten und zu speien«

Mittwoch, den 28. Januar 2009

Thomas Wörtche: Das Mörderische neben dem Leben

Kriminalliteratur ist weltweit die meistgelesene Literatur und gleichzeitig die Literatur, die am wenigsten ernst genommen wird – als Literatur. Doch zum Glück gibt es Thomas Wörtche. Seit Jahrzehnten reflektiert und urteilt der Krimipapst über Krimis und Kriminalliteratur. Im Schweizer Verlag Libelle sind erstmals Aufsätze, Artikel, Vorträge aus rund fünfzehn Jahren erschienen.

Gemetzel mit Mission?

Dienstag, den 20. Januar 2009

Karin Slaughter: Verstummt

Vergewaltigte Mädchen, denen die Zunge herausgebissen wurde, eine ermordete Prostituierte, die in grotesker Stellung in einer Blutlache vor ihrer Haustür gefunden wird. Missbrauch, Drogen, von Gewalt gezeichnete und zerstörte Leiber und Leben – Karin Slaughter schreibt keine Thriller für Menschen mit schwachem Magen. Sie erhebt den Anspruch, mit ihren Büchern auf soziale Missstände hinzuweisen. Aber auf welche?

»Kommen wird der Tod, und er wird deine Augen haben«

Donnerstag, den 15. Januar 2009

James Sallis: Deine Augen hat der Tod

Es beginnt wie ein klassischer Spionageroman: Dave, Agent für eine namenlose US-Regierungsorganisation, wird nach Jahren der Ruhe wieder reaktiviert, um einen Agenten aufzuspüren, der offenbar Amok läuft. Doch als er sich auf die Suche nach dem anderen begibt, wird aus dem Thriller ein Roadmovie, eine Reise nach innen: ins Herz Amerikas, in die Vergangenheit des Agenten, poetisch und rasant zugleich.

Vergangene und gegenwärtige Wälder

Montag, den 12. Januar 2009

Tana French: Grabesgrün

Eine geschändete Kinderleiche auf einem urzeitlichen Opferaltar, ein Ermittler mit einem dunklen Geheimnis – was auf den ersten Blick wie Dutzendware wirkt, entwickelt eine beeindruckende Tiefe und Intensität weit entfernt von jedem Blutstromdebakel. Tana French spielt mit Krimierwartungen und -elementen, um gekonnt zu enttäuschen und zu begeistern.

Norddeutsche Serienmörder: offenbar unverwüstlicher

Donnerstag, den 8. Januar 2009

Renate Niemann: Der Graumacher

Ein Serienmörder geht um in Oldenburg. Seit Jahren schon, eigentlich seit Jahrzehnten: der Graumacher – der für sein hohes Alter erstaunlich gewandt und beweglich ist. Aber leider auch ziemlich unglaubwürdig.