Jahresarchiv für 2009

Spurensuche innen und außen

Freitag, den 18. Dezember 2009

Catherine O’Flynn: Was mit Kate geschah

Kate ist elf, als sie die Detektei Falcon-Ermittlungen gründet und auf Verbrecherjagd im Einkaufszentrum Green Oaks geht. Eines Tages verschwindet sie spurlos. Fast 20 Jahre später entdeckt Wachmann Kurt eines Nachts ein kleines Mädchen auf einem seiner Überwachungsmonitore – kann das Kate sein? Die Suche nach dem Kind führt ins Innere des riesigen Gebäudekomplexes und tief in die Lebenslügen zahlreicher Menschen. Ein Kriminal-, Gespenster-, Sozial- und Entwicklungsroman.

Überrollt von Sentiment

Mittwoch, den 9. Dezember 2009

Laura Lippman: Was die Toten wissen

Im Jahr 1975 verschwinden zwei junge Schwestern. Dreißig Jahre lang gibt es keinerlei Spuren – doch dann taucht eine Frau auf, die behauptet die jüngere der beiden zu sein. Von einem wahren Fall angeregt, aber sehr eigenständig beschreibt Laura Lippman, was geschehen sein könnte in der Zwischenzeit. Das macht sie zunächst mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen, doch am Ende vermatscht alles in einer großen Harmoniewelle.

»Was mir wahnsinnig gegen den Strich geht …«

Mittwoch, den 2. Dezember 2009

Christine Lehmann & Manfred Büttner: Von Arsen bis Zielfahnung

Gut erhaltende Wasserleichen, Staatsanwälte, die Haftbefehle ausstellen, Razzien in deutschen Haushalten – in Krimis wimmelt es von vergleichbaren Schnitzern und groben Verfälschungen. Die kriminell große Lücke zwischen Fiktion und Realität zu verkleinern hilft das Handbuch von Krimiautorin Christine Lehmann und Fahnder Manfred Büttner: »Von Arsen bis Zielfahndung«. Kirsten Reimers von Mord-und-Buch.de sprach mit den beiden.

Vom Sockel geschubst

Sonntag, den 22. November 2009

Pierre Bayard: Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat & Freispruch für den Hund der Baskervilles

Shakespeare, Balzac, Musil: Weltliteratur, hohes Bildungsgut: geschätzt, verehrt – und nicht gelesen. Zentnerschwer scheint die Last, die auf einen niederzugehen droht, sobald man solche Bücher aufschlägt. Von Langeweile ganz zu schweigen. Der französischen Literaturprofessor und Psychoanalytiker Pierre Bayard plädiert darum für eine respektlosere Aneignung von Literatur.

Bettnässen, Pyromanie, Tierquälerei

Dienstag, den 17. November 2009

Dan Wells: Ich bin kein Serienkiller

Seltsame Morde, verschwundene Körperteile und ein Jugendlicher, der sich für einen potenziellen Serienmörder hält. Was anfängt wie ein halbwegs typischer Metzelkrimi, entpuppt sich als unentschiedenes Herumgetappe zwischen Horror-, Serienkiller- und Entwicklungsroman.