Das erste Gewinnspiel auf Mord-und-Buch.de ist vorbei. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben.
Die Lösungen lauten:
1. Wie heißt der Hund vom Schmalzl in »Wie die Tiere« (der mit dem Handy)?
Das ist Evita. (Puppi, den viele als Lösung genannt haben, ist der Hund, der Manu Prodinger totbeißt, und der gehört nicht dem Schmalzl. Und ein Handy apportiert er auch nicht.)
2. Am Anfang von »Das ewige Leben« erwacht Brenner aus dem Koma. Wie lauten seine ersten drei Worte? Klar: »Lustig sammer, Puntigammer.«
3. Mit welchem Satz beginnen die Simon-Brenner-Romane seit »Der Knochenmann«? Natürlich: »Jetzt ist schon wieder was passiert«
Die Gewinner stehen fest und sind benachrichtigt. Es sind:
M. Rölcke aus Berlin
B. Grützmacher aus Bohmte
und
C. Gross aus Saarwellingen
Erstmals gibt es etwas zu gewinnen auf Mord-und-Buch.de
Unter den Einsendungen mit den richtigen Antworten auf die folgenden Fragen verlost Mord-und-Buch.de dreimal je eine Ausgabe des neuen Buches von Wolf Haas: »Der Brenner und der liebe Gott«.
Wissen Sie’s noch?
1. Wie heißt der Hund vom Schmalzl in »Wie die Tiere« (der mit dem Handy)?
2. Am Anfang von »Das ewige Leben« erwacht Brenner aus dem Koma. Wie lauten seine ersten drei Worte?
3. Mit welchem Satz beginnen die Simon-Brenner-Romane seit »Der Knochenmann«?
Die Antworten per E-Mail bitte an: reimers@mord-und-buch.de
Einsendeschluss ist der 27. August 2009. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Glück und viel Spaß!
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.************Aus der Verlagsvorschau*****************
Ob du es glaubst oder nicht. Der Brenner ist wieder da. Ein Comeback, wie es noch keines gab.
Der Brenner, Expolizist und Exdetektiv, hat endlich einen guten Job gefunden. Noch nie im Leben hat er sich so wohlgefühlt. Aber es wäre nicht der Brenner, wenn es lange dauern würde, bis wieder was passiert. So sorgt eine Tafel Schokolade für eine Kettenreaktion, an deren Ende sieben Begräbnisse stehen.
Erscheinungstermin: voraussichtlich 27. August 2009
Ein verstörender Blick in die amerikanische Gesellschaft
Weil ihm der junge Schwarze Henry Ray Boxer Geld schuldet, sucht Paris Trout dessen Familie auf und schießt mehrfach auf sie. Henry Rays Mutter wird schwer verletzt, die vierzehnjährige Rose, die bei der Familie lebt, stirbt. Für Paris Trout keine große Sache. Er ist Geschäftsmann, die Schulden waren rechtsmäßig, wie er immer wieder beteuert. Er hat nur seine Interessen verteidigt. Dass die beiden Frauen in seine Schusslinie gerieten, dafür kann er nichts: »Wenn sie niedergeschossen wurden, dann waren sie selbst schuld. Genau wie man ja auch nicht den Ingenieur verurteilen würde, wenn sie vor einen Zug gesprungen wären.«
In dem Südstaatenörtchen Cotton Point, in dem Paris Trout seinen Gemischtwarenladen führt, ist das im Grunde auch kein großer Skandal. Zwar weiß man auch hier: »Die Gesetzesvorschriften bezüglich Mordes unterscheiden in diesem Staat nicht zwischen den Rassen.« Wie Staatsanwalt Townes beharrt: »Vor dem Gesetz sind alle Arten gleich.« Doch Paris Trout hält ihm entgegen, wie es tatsächlich ist: »Das sind nicht die wahren Regeln, und das wissen Sie genau.«
Zwischen Hexenjagd und Koreakrieg
Der Roman spielt Anfang der fünfziger Jahre in den USA. Senator McCarthy veranstaltet innerhalb der Gesellschaft seine Hexenjagd nach »Kommunisten«, nach außen führen die USA einen erbarmungslosen Krieg gegen Korea. Ebenso brutal und von Verachtung geprägt sind die Verhältnisse im Kleinen. In Cotton Point, das stolz seine Gründung vor hundertfünfzig Jahren durch einen Sklavenhändler feiert, gehören Rassenhass und Gewalt gegen Schwächere zum Alltag. Ein Menschenleben zählt hier nicht viel. Weiße misshandeln Schwarze, Männer ihre Frauen, Eltern ihre Kinder. Aber natürlich nicht offen, sondern hübsch verborgen hinter der properen Fassade der Wohlanständigkeit. Man sollte sich halt nicht erwischen lassen, wenn man Schwarze in ihrem eigenen Haus zusammenschießt.
Doch Paris Trout ist anders als die Bürger der weißen Mittel- und Oberschicht. Wie sein Anwalt Harry Seagraves (verheiratet, hat aber eine Affäre mit Trouts Frau) feststellt: »Selbst wenn wir alle auf derselben Straße fahren – Paris Trout hat keine Bremse.« Für den Geschäftsmann haben Konventionen keine Bedeutung. Er exerziert offen, was die ehrbaren Bewohner von Cotton Point nur im Geheimen tun und denken. Trout verkörpert einen unbedingten Individualismus mit ausgeprägter Zweckrationalität. Er sorgt für sich selbst, die Hilfe des Staates hat er nie in Anspruch genommen – darum gibt er dem Staat im Gegenzug ebenfalls nichts: Trout zahlt keine Steuern und negiert die Autorität von Behörden. Er richtet sich nur nach seinem eigenen Gesetz. Trout ist Waffennarr und Einzelgänger – in früheren Zeiten wäre er ein Held gewesen. Er steht für die Werte der wehrhaften US-Nation, und er lebt sie in aller Konsequenz aus. So macht er die Kehrseite der Medaille sichtbar: Negation und Zerstörung der Gemeinschaft.
Schattenseiten der Werte
»Paris Trout hatte etwas an sich, das die Dinge weiter trieb, als sie eigentlich sollten«, stellt sein Rechtsanwalt fest. Der Einzelgänger ist wie ein schwarzes Loch, das alles Licht um sich herum verschlingt, ein tollwütiges Tier, das beißt und infiziert, wer ihm nah kommt. Allein seine Frau wagt es, sich gegen ihn zu stellen. Ihr gelingt es, Abstand zu Trout zu wahren durch die einzige Drohung, die er ernst nimmt: der Ankündigung ihn zu vergiften, wenn er nicht aus dem gemeinsamen Haus auszieht. Gegen Feinde von außen weiß Trout sich zu wehren – Angst macht ihm, was ihn von innen zerstören kann. Als Hanna Trout die Scheidung einreicht, wird der Konflikt auf eine neue Stufe gehoben. Denn sie beauftragt den jungen Rechtsanwalt Carl Bonner. Der Sohn des örtlichen Pastors war in seiner Jugend der jüngste Eagle Scout in der Geschichte des Staates, stellte in der Schule ein Vorbild für seine Mitschüler dar. Bonner lebt nach klaren Prinzipien, er strebt nach unbedingter Gerechtigkeit. Ein etwas naiver junger Mann, der beseelt und leidenschaftlich für das Gute kämpft (jemand, der so grundgut ist, darf keinen Sex haben, darum ist seine Frau frustriert und wendet sich dem Alkohol zu). Bonner ist die Antithese zu Trout. Eine Auseinandersetzung zwischen ihnen kann nur in die Katastrophe führen.
»Paris Trout« (so auch der Originaltitel) von Pete Dexter ist ein gewaltiges, verstörendes Sittengemälde der US-Gesellschaft der frühen fünfziger Jahre. Dunkel, ätzend, beängstigend und bezwingend. Geschrieben aus unterschiedlichen Perspektiven in einer präzisen Lakonie, seziert der Autor jede Figur gnadenlos, ohne zu psychologisieren.
Pete Dexter ist freier Schriftsteller und gilt als einer der bedeutendsten Gesellschaftschronisten sowie profiliertesten Drehbuchautoren der USA. Die Originalausgabe von »Paris Trout« erschien bereits 1988 und wurde mit dem National Book Award ausgezeichnet. 1991 wurde das Buch unter dem Titel »Paris Trout« mit Dennis Hopper, Barbara Hershey und Ed Harris verfilmt. In Deutschland lief der Film als »Tollwütig«. Unter diesem Titel war das Buch auch bereits 1989 auf Deutsch erschienen, es blieb jedoch lange Zeit vergriffen. Dank des wunderbaren Verlags Liebeskind liegt es nun in neuer und hervorragender Übersetzung von Jürgen Bürger ungekürzt vor.
In das Dörfchen Montesecco im Hinterland der Adria verirrt sich niemand aus Zufall. Der Exodus der Arbeitssuchenden hat es ausgedünnt, nur noch eine Handvoll Menschen wohnt hier kontinuierlich. Im Sommer kommen manchmal diejenigen zurück, die nun woanders erfolgreich sind, um hier in der Heimat ihren Urlaub zu verbringen wie zum Beispiel der »Americano«, der es in den USA auf mehrere Pizzerien gebracht hat. In Montesecco hingegen gibt es nichts, einmal abgesehen von der schäbigen kleinen Bar, die vor dem Kirchenportal an der Piazzetta liegt, dem zentralen Sammelpunkt des Örtchens.
Schon seit Jahrzehnten zeigt die Uhr auf dem Palazzo Civico zwanzig nach acht. Die Zeit scheint das Dorf vergessen zu haben. Eine Zukunft ist nicht zu erwarten, lediglich langsamer Zerfall. Weder Staats- noch Gottesmacht sind hier vertreten. Einen Bürgermeister gibt es nicht, der Pfarrer des nächstgrößeren Ortes kommt nur gelegentlich vorbei, und für eine Polizeistation ist das Dörfchen eh zu klein und unbedeutend. So sind die Bewohner auf sich selbst zurückverwiesen. Schon seit Jahren. Was auch immer ansteht: Sie regeln es auf ihre Weise. Das zeigt eindrucksvoll das erste Buch.
Die Vipern von Montesecco
Ein glühend heißer Sommer hält das Dorf fest in seinem Griff. Staubig und trocken ist es; und die Vipern so giftig und beißwütig wie nie zuvor. Unter jedem Stein scheint eine zu lauern, als würde die Erde selbst Gift speien. Die Stimmung in Montesecco ist angespannt und aufgeladen, kehrt doch nach fünfzehn Jahren Matteo Vannoni aus dem Gefängnis zurück ins Dorf. Er hat damals seine Frau erschossen, als er sie mit Giorgio Lucarelli im Bett erwischte. Lucarelli wohnt immer noch hier. Und das Dorf wartet atemlos auf die erste Begegnung der beiden. Als Lucarelli wenig später an einem Vipernbiss stirbt, ist das für die Polizei ein bedauerlicher Unfall. Doch den Dorfbewohnern ist klar: Das war Mord, es war einer von ihnen, und es war nicht unbedingt Vannoni. Nun ist nicht nur der Boden, sondern auch die Luft vergiftet. Um wieder atmen zu können, macht sich das ganze Dorf daran, die Sache aufzuklären. Schließlich ist man gewohnt, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – bis hin zum säkularisierten Gottesurteil am Ende.
Die Drachen von Montesecco
Acht Jahre sind seit dem Vipernsommer vergangen. Nun herrscht Herbst, der Maestrale weht und bringt trockene, kalte Luft aus dem Nordwesten heran. Und er nimmt den letzten Lebenshauch des alten Benito Screggia mit sich. Zuvor hatte der über Achtzigjährige drei Tage lang in Saus und Braus gelebt: Mit drei Edelnutten aus Rom, einem Pianisten, einem Berg an Delikatessen und einem Wasserbett hatte er sich im verlassenen Pfarrhaus eingemietet. Screggia hinterlässt ein unerwartetes Vermögen: 5,5 Millionen Euro. Mit der Aussicht auf so viel Geld erwacht die Gier in Montesecco. Jeder möchte in irgendeiner Form davon profitieren. Aber nicht nur der Geschäftssinn der Bewohner wird angestachelt, auch die kriminelle Energie bekommt einen mächtigen Schub. Als der jüngste Bewohner des Dörfchens gekidnappt wird und der oder die Entführer 2 Millionen Euro Lösegeld fordern, ist allen klar: Der Erpresser ist ihnen sehr, sehr nah.
Die Augen der Medusa
Im dritten Buch sind es Staat und Medien, die mit Macht über Montesecco hereinbrechen. Vor den Toren des Dorfes wird der berühmte Staatsanwalt Malavoglia Opfer eines Anschlags. Der Attentäter verschanzt sich mit vier Geiseln in einem Haus in Montesecco. Ein enormes Aufgebot an Polizei samt Sondereinsatztruppen quartiert sich im verlassenen Pfarrhaus und in der Kirche ein, mindestens ebenso groß ist das Heer der herbeiströmenden Presseleute. Ganz Italien schaut auf das Dörfchen. Und den Bewohnern wird klar: Als Attentäter verdächtigt die Polizei einen von ihnen: den siebzehnjährigen Minh. Dass der Junge, der vor neun Jahren das Opfer der Entführung geworden war, ein kaltblütiger Terrorist sein soll, kann sich keiner der Dörfler vorstellen. Im Gegenteil: Die Einwohner können schlüssig darlegen, warum Minh es auf keinen Fall schuldig sein kann. Doch niemand glaubt ihnen. Erneut müssen sie ihre Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Angesichts des übermächtigen Gegners ein aussichtsloses Unterfangen – bis sie die Regeln hinter den Regeln entdecken und für sich nutzen.
Dunkle Seiten, sanft verwoben
So harmlos schnurrig und schrullig, wie man zunächst annehmen möchte, ist die Trilogie von Bernhard Jaumann nicht. Unter der pittoresken, mitunter burlesken Oberfläche liegen tiefe Risse, die Individuum, Staat und Medien gleichermaßen durchziehen – kein Wunder, agieren doch auch in Politik und Presse nur Menschen mit menschlichen Schwächen. Ergibt sich die Gelegenheit, sich auf die Schnelle zu bereichern, greift unterschiedslos jeder zu in der Hoffnung, damit durchzukommen. In dem leidenschaftlichen, alles beherrschenden Wunsch, etwas bestimmtes zu besitzen – Liebe, Geld, Macht -, in der Gier liegt die Motivation der Verbrechen in Jaumanns Montesecco.
Doch es gibt auch andere Seiten in denselben Menschen: Solidarität, Freundschaft und Liebe. Das Dörfchen mag statistisch gesehen die höchste Verbrechensrate Italiens haben, die Bewohner sich untereinander beharken und manchmal ans Leben und Vermögen wollen, in einem sind sich alle einig: in ihrer Gegenwehr gegen Autoritäten, besonders staatliche. Das hat Tradition und reicht über die Lotta continua bis zur Resistenza während der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg zurück. Doch die Mittel von damals können heute nicht mehr greifen.
Freundlich unterlaufene Klischees
Protagonist der Bücher ist die Bewohnerschaft als Ganze. Als Gemeinschaft agieren die Menschen mit- und auch gegeneinander, besonders hervorgehoben wird keiner. Zwar wirft Jaumann in der Figurenzeichnung durchaus Klischees auf, doch nach und nach, Seite um Seite füllt er sie mit Leben, lässt Widersprüche zu, legt Abgründe frei. Ähnlich verhält es sich mit dem Italienbild, das der Autor entwirft: Rotwein und Grappa, Mafia und Korruption werden ebenso wie die Roten Brigaden, der Wasserkopf der Bürokratie, Börsenmakler auf der Suche nach Bauernweisheiten und die Sensationsbesessenheit der Medien satirisch ausgeleuchtet und sanft abgepolstert. Das vermag Jaumann in einer eleganten, leichten, unaufdringlichen Sprache, die zugleich intensive, sinnliche Bilder evoziert – die Gluthitze im ersten Band ist ebenso spürbar wie die irrationale Angst, die alles durchdringt; die Kälte des eisigen Winters ist in den »Augen der Medusa« wie die anfängliche Schreckensstarre der Dorfbewohner fast greifbar.
Geschehen und Figuren angemessen, ist das Tempo zurückgenommen. Das gibt dem Ganzen mitsamt der Verbundenheit der Personen trotz aller dunkler Seiten etwas Herziges und Gemächliches. Das ist nicht jedermanns Sache, passt aber gut zum Konzept der Trilogie.
Ausgerechnet von einem Einbrecher, dem Junkie Geordie, wird der Geschichtsprofessor Roger Harvey tot in seiner Wohnung aufgefunden. Warum jemand den Mittdreißiger hätte brutal erschlagen sollen, ist nicht ersichtlich. Harvey lebte ein ruhiges, unauffälliges Leben: Nach einer verlorenen Liebe gab es nur ein paar oberflächliche Beziehungen. In erster Linie engagierte sich der Historiker für seine Arbeit – und die gibt auch keinen Grund zu einem Mord aus leidenschaftlicher Wut her. Auffällig ist nur, dass sein Nachbar David Mitchell in der gleichen Nacht verschwand, in der auch Harvey getötet wurde. Als bekannt wird, dass Mitchell seinen derzeitigen Auftraggeber hintergangen hat, um große Geldsummen in die eigene Tasche zu scheffeln, erwächst daraus ein Mordverdacht. Gleichzeitig erfahren die ermittelnden Beamten Detective Chief Inspector Jacobson und Detective Sergeant Kerr, dass eine von Harveys Exfreundinnen unter Druck zu Gewaltexzessen neigt und den Historiker bereits vor geraumer Zeit mit einem Messer bedroht hat.
Verhaltenes Tempo, unverstellter Blick
Viele Fragezeichen für Jacobson und Kerr, die in »Gefährliches Wiedersehen« (im Original: »A Study in Death«) zum vierten Mal im fiktiven Städtchen Crowby in den englischen Midlands auf Verbrecherjagd gehen. Das tun sie in verhaltenem Tempo und mit vorsichtigem Blick. Es zeigt sich: Hinter der glatten Oberfläche hat jeder etwas zu verbergen: Opfer, Nachbarn, Zeugen. Auch die Ermittler selbst machen da keine Ausnahme: Der DCI trinkt zu viel, und Sergeant Kerrs Ehe liegt in Trümmern, woran er selbst nicht unschuldig ist.
Iain McDowalls Stärke ist sein klarer Blick für Menschen und Verhältnisse. Auch wenn diesmal der Fall etwas blass geraten und das Geschehen etwas vorhersehbar ist, so bleibt doch die Qualität des soliden Krimis überzeugend. Schnörkellos, mit scharfer Beobachtungsgabe zeichnet McDowall seine Figuren wie ihre Handlungen, immer glaubhaft, immer lebendig, immer intensiv. Das Verbrechen erwächst aus Gelegenheiten und Verletzungen, aus Konstellationen, die wenige Auswege lassen, weil Menschen immer weiter hineingetrieben werden oder sich selbst hineintreiben.
Iain McDowall: Gefährliches Wiedersehen
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
Deutscher Taschenbuch Verlag 2009
Tb, 255 Seiten, 8,95 Euro
ISBN: 978-3-423-21124-6